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Aktuelles

Clubfahrt nach Weimar vom 16. - 18. Oktober 2015

Weimar, eine Stadt voll von Kunst, Kultur, Literatur - und Musik. Ihr Klang empfing uns bei der Ankunft aus den geöffneten Fenstern der „Franz-Liszt-Musikhochschule“. Der Hofkapellmeister Franz Liszt hat hier im 19. Jahrhundert der Stadt musikalisch zu europäischer Geltung verholfen.

450 Jahre deutsche Kulturgeschichte: Von Lucas Cranach dem Älteren, der dort seine letzten Lebensjahre verbrachte, über Johann Sebastian Bach, der zehn Jahre am Hofe musizierte, bis zu dem weltweit bekannten, klassischen Weimar. Es wurde während der Regentschaft Anna Amalias im 18. Jahrhundert durch Goethe, Schiller, Herder und Wieland geprägt. Die nach dem verheerendem Brand wiedereröffnete Anna-Amalia-Bibliothek: ein eindrucksvolles Zeitzeugnis! Nietzsche verbrachte in der Gründerzeitvilla „Silberblick“ die letzten drei Jahre seines Lebens.

Henry van de Velde prägt Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts die Kunstgewerbeschule aus der dann 1919 durch Walter Gropius, Lionel Feininger, Oskar Schlemmer und viele heute noch bekannte Künstler das weltweit bekannte Bauhaus entstand. Dessen revolutionäres Design ist auch heute noch hochaktuell.

Diese Fülle an Informationen überfluteten uns in zwei sehr kurzweiligen Stadtführungen „Kosmos Weimar“ und „Weimar, eine Stadt im Park“. Bei nasskaltem, dunstigem Herbstwetter empfing uns nicht nur im Park an der Ilm mit Goethes Gartenhaus, sondern auch im parkähnlich gestalteten „Historischen Friedhof“ eine besondere Atmosphäre.

Im zentral gelegenen „Hotel Elephant“ untergebracht, ein Hotel das schon durch Thomas Manns Roman „Lotte in Weimar“ in der Literatur Schlagzeilen machte, konnten wir am Samstagnachmittag jeder nach seinem Interesse wichtige Sehenswürdigkeiten besuchen: Goethe-Nationalmuseum, Schillerhaus, Liszthaus - und zur Erholung die romantischen Cafés, in denen wir uns dann trafen, um die vielen Eindrücke vorüberziehen zu lassen, sich auszutauschen und den müden Beinen eine kleine Pause zu gönnen.

Mit dem unterhaltsamen Abendprogramm „Goethe und die Frauen“ im Theater im Gewölbe klang der gemeinsame Ausflug in die Weltkulturhauptstadt langsam aus.

So konnten wir am nächsten Morgen vorbei an der Kirche von Gelmeroda, die bei Lionel Feininger durch alle Schaffensperioden immer wieder aufgegriffen wurde, mit dem Zitat aus Schillers Wallenstein beschwingt nach Hause fahren: „Ernst ist das Leben, heiter die Kunst.“