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Inner Wheel | District 88Club Nürnberg Sibylla Merian

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Clubreise des IWC Sybilla Merian Nürnberg nach Marbach, am 6. und 7. Oktober 2017

Wohin lockt eine literaturbegeisterte Präsidentin zu großer Fahrt? In die Schillerstadt Marbach! Cornelias erstes Ziel: Schillers Geburtshaus, klar. Zwei Freundinnen unseres Berner Partnerclubs komplettieren dort unsere Gruppe, die der Stadtführerin nach Marbach folgt. Das einstige Römerlager am Neckar erlangte durch seinen berühmtesten Sohn Friedrich Schiller (1759 – 1805) weltweiten Ruhm als Ort der Literatur. Wir durchqueren die denkmalgeschützte, nach einem Brand im 18. Jh. wiederaufgebaute Altstadt, und lernen als zweites Marbacher Genie den Astronomen Tobias Mayer (1723-1762) kennen. Der Mittagspause – samt dringend erforderlichem Aufwärmen – folgt eine Führung durch das Schiller-National-Museum (Schillerhöhe). Wir erhalten tiefe Einblicke in das Leben dieses großen deutschen Dichters: Er kann Latein, Griechisch, Englisch und Französisch. Nach dem Jura- und Medizinstudium widmet er sich ganz der Literatur, muss wegen seines bahnbrechenden, politisch brisanten Dramas „Die Räuber“ vor seinem Landesherren Herzog Carl Eugen fliehen und arbeitet wie ein Getriebener. Schon früh leidet er an Tuberkulose und Malaria – mit 46 Jahren stirbt er in Weimar. Einen Blick werfen wir auch in die Abteilung der schwäbischen Romantiker, wo uns vor allem Eduard Mörike begegnet. Genug gelernt, nun wird`s gesellig: Einer Weinprobe auf Burg Schaubeck folgt ein erstklassiges Abendessen im Gasthof „Zum Goldenen Löwen“, dem Geburtshaus von Schillers Mutter.

Im Literaturmuseum der Moderne (LiMo) bilden wir uns am kommenden Tag: Das von David Chipperfield Arcitects im Stil eines griechischen Tempels entworfene Gebäude wurde 2006 eröffnet und zeigt Teile der Bestände des deutschen Literaturarchivs von 1899 bis 2001. Und wir haben Glück: Eben erst wurde die Sonderausstellung „Die Familie. Ein Archiv“ (wahre oder fiktive Geschichten samt Stammbäumen von Dichter- und Gelehrtenfamilien) eröffnet – wir lassen sie uns nicht entgehen.

Mit dem Bus erreichen wir Ludwigsburg, stärken uns, und genießen eine Führung über „Königin Mathilde“ – samt Anweisungen der Führerin zu würdevoll-devotem Verhalten in den Gemächern. 452 Räume hat das im 17. Jahrhundert von Herzog Eberhard Ludwig als Burg gegründete Schloss und präsentiert vier Epochen: Barock, Rokoko, Klassizismus und Empire. König Friedrich I. von Württemberg und seiner Frau Königin Charlotte Mathilde diente es als Sommerresidenz. „Das Modemuseum“ und „Carl Eugens Appartement“ beschließen unsere Kulturreise. Auf der Heimfahrt nach Nürnberg und Forchheim lassen wir sie Revue passieren und bedanken uns bei unserer Präsidentin Cornelia – selbstverständlich mit einem Tropfen aus Schillers Heimat...